Berlin, Berlin

Berlin, Berlin

Berlin, Berlin, wir fliegen nach Berlin

Es ist der Sommer 2018, es ist heiß und wir fliegen nach Berlin. Drei Generationen auf dem Weg nach Berlin. Es ist der erste Städte-Trip in der Kombination Tochterkind, Mama und Oma und wir sind gespannt, ob es funktioniert und ob jeder in der kurzen Zeit, drei Tage sind eingeplant, das Berlin sehen kann, welches er erwartet.

Erst wollten wir mit dem Zug anreisen, das stellte ich mir am Entspanntesten vorbei, als ich dann jedoch die Preise der Deutschen Bahn sah, war es mit der Entspannung vorbei und trotz meiner Abneigung gegen Billigflüge, landete ich auf der Seite einer Billigflugairline und die Preise waren unschlagbar. In einer Stunde von Düsseldorf nach Berlin, für den Preis kann kein anderes Verkehrsmittel mehr in Frage.

Keine Insider-Tipps

Ich muss zunächst erwähnen, dass es sich bei diesem Blogbeitrag wahrscheinlich um einen typischen Touristen Beitrag handeln wird. Wer hier Insider-Tipps erwartet, dem kann ich leider keine wertvollen Hinweise bieten. Nehme diese aber selber gerne an. Da wir das erste Mal in Berlin waren und nur sehr wenige Tage zur Verfügung hatten, kamen wir um Brandenburger Tor und Co.einfach nicht herum. Ich hoffe sehr, dass es einen zweiten Teil unseres Berlin Trips geben wird und ich dann auch über die anderen Seiten berichten kann. Denn darauf freue ich mich schon sehr. Ich komme zwar aus einer Großstadt, aber nicht vergleichbar mit einer Stadt wie Berlin, die uns wirklich sehr geflasht hat.

Der erste Tag

Mit unseren Handgepäckstücken bewaffnet landen wir im August 2018 an einem sehr heißen Sommertag in Berlin. Wir quetschen uns in den überfüllten Bus Richtung Stadtmitte, unser Hotel liegt sehr zentral, wenige Gehminuten vom Postdamer Platz entfernt, das bemerken wir aber erst später am Tag. Nach einmaligem Umsteigen erreichen wir das Hotel, können direkt einchecken und unser Berlinerlebnis startet augenblicklich. Wir haben uns für den ersten Tag direkt ein Tagesticket für den öffentlichen Nahverkehr gekauft, so dass wir das hervorragende Bus-und U-Bahnnetz flexibel nutzen können.

Unser erster Anlaufpunkt ist das Brandenburger Tor. Es ist unglaublich heiß, es müssen ungefähr 38 Grad Celsius im Schatten sein. In der Sonne ist es nicht auszuhalten. Wir flüchten uns unter ein paar Bäume vor dem Reichstag, die Wiese wird gerade mit einem Rasensprenger gewässert und so kommt wenigstens das Tochterkind in den Genuss einer Abkühlung. Immer wieder müssen wir uns überteuerte Getränke kaufen. Das nenn ich mal eine geniale Geschäftsidee.Bevor wir mit der Bahn weiter Richtung Postdamer Platz fahren, stärken wir uns natürlich mit einer Berliner Currywurst.

Berliner Currywurst – ein Muss

Satt und etwas abgekühlt erkunden wir die Umgebung rund um das Sony Center. Besonders der futuristische Gebäudekomplex beeindruckt uns sehr. Wir beschließen zum Abendessen zurückzukehren. Gerne möchten wir an diesem späten Nachmittag unbedingt noch zum Alexanderplatz. So quetschen wir uns mitten im Berufsverkehr in die volle Bahn und sind Teil des Berliner Alltags. Am Alexanderplatz erwartet uns ein wuseliges Treiben, wir machen die obligatorischen Fotos an der Weltuhr und vom Fernsehturm. Kurz überlegen wir hochzufahren. Aber der Preis ist uns doch zu hoch, wir haben ja auch noch andere Sightseeingpläne.

Es war schön Berlins bekannten Schauplatz einmal live zu erleben, aber mit Beginn der Abendstunden fühlen wir uns nicht mehr ganz so wohl und fahren wieder Richtung Sony Center. Hier suchen wir uns ein Restaurant aus und lassen den Tag gemütlich Revue passieren. Jetzt stellen wir fest, dass unser Hotel gar nicht weit entfernt ist und können sogar zu Fuß ein Stück entlang an dem gekennzeichneten ehemaligen Mauerverlauf zurückgehen. So gibt es am ersten Tag noch ein kleines bisschen deutsche Geschichte. Der Schrittzähler freut sich über die sehr hohe Frequenz an diesem Tag und wir fallen völlig k.o. in unsere Betten im klimatisierten Hotelzimmer.

Der zweite Tag – Reichstagsgebäude und Madame Tussauds

Den zweiten Tag haben wir bereits vorab von zu Hause aus geplant und online gebucht. Ich mache es sehr gerne, dass ich mich bereits im Vorfeld informiere, welche Möglichkeiten es gibt und schaue dann ab es günstige Angebote gibt. Für uns war klar, dass wir unbedingt etwas deutsche Geschichte mit in unseren Berlinbesuch integrieren möchten und eine “kinderfreundliche” Unternehmung sollte auch dabei sein. Beim letzteren haben wir uns für einen Besuch bei Madame Tussauds entschieden. Online haben wir Eintrittskarten für den schnellen Einlass ohne Wartezeit gebucht. Angesichts der Tatsache, dass wir mitten in der Hochsaison unterwegs sind und wir wenig Zeit zur Verfügung haben, hat sich dieser hohe Preis gelohnt. Da es an diesem Morgen leicht regnet, sind wir ganz froh, dass wir direkt reingehen können.

Wir sind sehr begeistert von der Ausstellung bei Madame Tussauds, ich habe es mir kleiner vorgestellt, aber auf zwei Etagen findet man ziemlich viele Berühmtheiten aus Film, Fernsehen, Musik und Politik. Die Wachsfiguren sind sehr originalgetreu dargestellt. Man kann sich mit beinahe jeder Figur fotografieren (lassen). Das freut besonders das Tochterkind. Meiner Meinung nach ist Madame Tussauds einen Besuch wert, besonders mit etwas älteren Kinder. Die jungen Kids werden vermutlich nicht viele Figuren kennen.

Am Nachmittag ist nun etwas deutsche Geschichte und Politik angesagt. Hierfür haben wir uns, ebenfalls im Vorfeld, zu einer Führung angemeldet. Wir treffen uns in einer kleiner Gruppe am frühen Nachmittag vor dem Hotel Adlon unweit des Brandenburger Tors. Die Führung beginnt bereits rund um das Brandenburger Tor. Die Tourleiterin ist Berlinerin und kann sehr viele Hintergrundinformationen zu Berlins Geschichte liefern. Diese Tour soll rund drei Stunden dauern und es werden einige markante Orte angesteuert, bevor es dann zum Reichstagsgebäude geht.

Bevor man in das Reichstagsgebäude gehen kann, muss man zunächst eine Sicherheitskontrolle wie am Flughafen passieren. Grundsätzlich sind in ganz Berlin sehr viele Sicherheitsvorkehrungen zu beobachten. Danach geht es mit der kleinen Gruppe in Richtung Plenarsaal. Hier gibt es eine ausführliche Rede zum Bundestag und zu den Sitzungen.

Der Plenarsaal im Bundestag

Für das Tochterkind ist die Rede etwas lang und die Informationen sind für sie etwas zu viel. Aber für Erwachsene ist es auf jeden Fall sehr interessant und man lernt hier noch das ein oder andere dazu, wenn man jetzt kein Politikspezialist ist. Der Höhepunkt dieser Führung ist für uns jedoch der Besuch auf der Dachterrasse und der Reichstagskuppel. Der Rundumblick auf Berlin ist toll. In jede Himmelsrichtung entdeckt man ein bedeutsames Gebäude oder Merkmal dieser außergewöhnlichen Stadt. Man kann sich das alles natürlich auch in Eigenregie ansehen, aber uns haben die Erzählungen unseres Tourguides sehr interessiert. Die Tour endet auf der Dachterrasse und wir können noch so lange bleiben wie wir möchten.

Dieser Tag war so voller Eindrücke, dass wir uns zu Fuß auf den Weg zurück zum Hotel machen. Auf dem Rückweg kommen wir noch am Holocaust-Mahnmal vorbei und gehen mit einem bedrückenden Gefühl durch die quaderförmigen Beton-Stelen.

Der dritte Tag – Hop on hop off Tour

Da wir in den letzten beiden Tagen so unglaublich viel gelaufen sind, haben wir uns für unseren letzten Tag für eine Seightseeing- Tour mit dem Hop- on- hop- off Bus entschieden. Diese Art des Erkundens habe ich zuvor noch gemacht, aber da wir nur noch diesen Tag in Berlin verbringen, ist dies die beste Möglichkeit viel von Berlin zu sehen. Es gibt sehr viele Stationen, an den der Bus hält, man kann an jeder Station aussteigen und dann einfach wieder den nächsten Bus nehmen und seine Tour fortsetzten. Insgesamt kann man eine Runde durch Berlin fahren und an beliebig vielen Haltestationen aussteigen.

Unsere Bustour startet am Checkpoint Charlie, da diese Station am nächsten zum Hotel gelegen ist und wie bereits erwähnt unsere Füße immer noch nicht wirklich zu weiten Märschen bereit sind.

Wir kommen an allen möglichen Sehenswürdigkeiten vorbei und können uns gar nicht entscheiden, was wir uns alles ansehen möchten. Zunächst steigen wir an der Museumsinsel aus, genießen dort die Sonne und schlendern über einen kleinen, aber sehr schönen Kunsthandwerkermarkt. Natürlich wird auch das ein oder andere Souvenir aus Berlin gekauft. Anschließend geht es Richtung Ku´damm in Charlottenburg. Das KaDeWe ist ein Muss und beeindruckt uns alle drei. Hier gibt es ein leckeres Mittagessen im Selbstbedienungsrestaurant des Kaufhauses. Neben teuren Spezialitäten findet man aber auch andere leckere Speisen zu angemessenen Preisen. Weiter geht’s! Mit dem Bus kommen wir an den ganzen Botschaften vorbei. Nach vielen Stunden kommen erreichen wir wieder den Checkpoint Charlie und sehen uns dort noch etwas um, können noch Mauerreste sehen und die Oma besucht noch das Projekt Topographie des Terrors. Das Tochterkind hat in den drei Tagen erstmal genug deutsche Geschichte erfahren.

Diese Berlinreise war voll gepackt mit Eindrücken, wir haben viel erlebt, gelacht und waren auch voller Ehrfurcht vor Dingen, die sich vor nocht ganz so langer Zeit in dieser Stadt abgespielt haben. Berlin hat mein Herz erobert. Ich möchte definitiv mehr Berlin erleben, das echte Berlin! Ich freue mich drauf.

Was sollte ich auf jeden Fall noch in Berlin besuchen. Ich freue mich sehr über Tipps und Anregungen.

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