Intermittierendes Fasten – Intervallfasten

Intermittierendes Fasten – Intervallfasten

Zu Beginn des Jahres berichtete ich bereits von meinem Ernährungsexperiment “Projekt zuckerfrei” . Diese zuckerfreie Zeit hat meinem Körper wirklich sehr gut getan. Allerdings habe ich für mich entschieden, mir keine Lebensmittel zu verbieten. Dafür bin ich zu sehr Genussmensch. Ich liebe gutes Essen einfach und möchte nicht darauf verzichten, nur weil Zucker enthalten ist. Auch ein Stück Geburtstagskuchen muss einfach mal sein. Ich achte aber dennoch sehr auf das Maß und die Qualität der Lebensmittel. Da ich mich immer nach Alternativen zu meinem bisherigen Essverhalten suche, bin ich auf das Intervallfasten gestoßen .Immer wieder hört man jetzt vom intermittierenden Fasten oder auch Intervallfasten oder Kurzeitfasten.

Was bedeutete Intervallfasten?

Intervallfasten ist in den letzten Monaten sehr in Mode gekommen.  Fasten ist mir in Verbindung mit religiösen oder spirituellen Gründen ein Begriff und daher war das Thema für mich sehr weit entfernt. Mit der gesundheitsfördernden Auswirkung auf den Körper habe ich mich bisher nicht beschäftigt. Es gibt sehr viele Studien dazu, die belegen, dass das Fasten eine sehr positive Auswirkung auf unsere Gesundheit hat. Das traditionelle Fasten bedeutet allerdings den kompletten Verzicht auf feste Lebensmittel und kalorienreiche Getränke. Ich werde mich sicher in den nächsten Monaten näher damit befassen. Aber da man mental dazu bereit sein muss, kommt es heute für mich noch nicht in Frage.

Aktuell praktiziere ich die Methode des intermittierenden Fastens. Auch hier gibt es wissenschaftlich belegte Studien, die zeigen, dass bereits kurze Fastenzeiten einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit haben. Bereits bei einer Fastenzeit von 12 Stunden am Stück kann man diese positiven Auswirkungen nachweisen. Diese 12 Stunden entsprechen, dem früher ganz natürlichen Rhythmus der Nahrungsaufnahme. Traditionell wurden in 12 Stunden drei Mahlzeiten zu sich genommen: Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Nach dem Abendessen wurde bis zum nächsten Morgen (also ca. 12 Stunden) nichts mehr verzehrt. Während dieser Essenspause konnte sich der Insulinspiegel wieder regulieren. Eine ständige Nahrungszufuhr hält den Insulinspiegel dauerhaft hoch, was vereinfacht gesagt, zu Fettleibigkeit führt. Denn während des dauerhaft erhöhten Insulinspiegels findet keine Fettverbrennung statt. Tatsächlich kamen Erkrankungen wie Diabetes Typ 2 und Fettleibigkeit früher weniger vor als heutzutage.

Verschiedene Zeitmodelle

Für das intermittierende Fasten gibt es verschiedene Zeitmodelle. Es gibt z.B. Modelle mit 12-, 16-, und 20-stündigen Fastenzeiten. Ebenso gibt es auch Modelle, die ein tageweises Fasten empfehlen. Keines ist DAS Richtige. Am besten probiert man aus, welche Methode man am besten umsetzten kann und welche einem guttut. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich auf diesem Blog keine therapeutische Anleitung geben kann. Bei Krankheit und außergewöhnlichen Lebenssituationen ist natürlich selbstverständlich ein Arzt zu Rate zuziehen.

Ich habe mich für das 16-stündige Fasten entschieden. Da ich nicht gerne frühstücke bzw. ich am Morgen keinen direkten Hunger verspüre, lasse ich das Frühstück entweder ganz weg oder verschiebe es nach hinten. Meine letzte Mahlzeit am Tag nehme ich zwischen 18 und 19 Uhr ein. Am Morgen starte ich dann entsprechend zwischen 10 und 11 Uhr, entweder mit einem Frühstück in Form von Porridge (hier geht es zum Rezept) oder mit einem Mittagessen, dass aus Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten besteht. Am besten funktioniert das Kurzzeitfasten, wenn man während der 8-stündigen Zeit der Nahrungsaufnahme, zwei Hauptmahlzeiten zu sich nimmt. Das heißt auch während des Fastens sollte man besser auf Snacks verzichten. Besonders am Abend sollte man auf ein zu üppiges Essen verzichten. Es gibt Studien, die darauf hinweisen, dass ein Insulinanstieg am Abend sehr viel höher ist, als am Tag.

Welche Auswirkungen hat das intermittierende Fasten?

Schon früher wurden Fastenzeiten als Reinigung und Entgiftung bezeichnet und dies bewahrheitet sich auch heute noch. Hier sind einige gute Gründe mal zu Fasten:

  • die Fettverbrennung wird verbessert
  • der Blutzuckerspiegel sinkt
  • die Insulinempfindlichkeit wird verbessert
  • der Cholesterinspiegel wird gesenkt
  • Altersprozesse werden verlangsamt
  • Krankheiten wie Alzheimer, Herz-Kreislauferkrankungen wird vorgebeugt
  • Entzündungen werden verringert

Je länger die Zeit, ohne Nahrungsaufnahme ist, desto mehr Zeit hat der Körper “aufzuräumen”. Er kann mehr Zeit damit verwenden, Giftstoffe aus dem Körper zu entfernen. Er ist nicht ständig damit beschäftigt neue Nahrung zu verwerten.

Fasten ist leicht durchzuführen, es kostet nichts, es ist sehr flexibel und man kann sich zwischendurch auch mal ungesunde Nahrungsmittel gönnen, ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben. Denn nichts ist schlimmer, als wenn man sich Lebensmittel verbieten muss.

Fragen zu diesem Thema beantworte ich sehr gerne!

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