Urlaub in den Bergen – Seefeld in Tirol

Urlaub in den Bergen – Seefeld in Tirol

Der Sommer 2018 ist perfekt für einen Urlaub in Deutschland und Österreich. Das wussten wir bei der Buchung im Januar natürlich noch nicht, aber nachdem Fehmarn zu Pfingsten uns schon mit schönstem Wetter empfing, ging es im August genauso weiter. Bei heißen 38 Grad Celsius in Düsseldorf freuten wir uns schon sehr auf die tolle Bergluft, die mit bis zu 25 Grad deutlich angenehmer vorausgesagt war.

Servus Seefeld

Unser erstes Ziel in Österreich ist Seefeld in Tirol auf ca. 1200 Meter Höhe. Wir haben uns dort in einem Architektenhaus eine große Galeriewohnung angemietet, die etwas außergewöhnlicher war und einen herrlichen Ausblick auf den Karwendel und Co. bot. Gerne haben wir uns auf die verglaste Empore gesetzt und uns die abendlichen Gewitter über den Bergen angesehen.

Der Stadtkern mit vielen Geschäften und Lokalen in Seefeld lag nur wenige Gehminuten von unserem Apartment entfernt. An wanderfreien Tagen haben wir auch das Schwimmbad, dass ebenfalls im Ortskern liegt, genutzt.

Wanderung zur Rosshütte

Direkt am ersten Tag sind wir zu unserer ersten Wanderung aufgebrochen. Das Ziel war die Rosshütte auf einer Höhe von 1751m.  Am Parkplatz des Rosshüttenexpress beginnt unsere Tour. Kurz überlegen wir, ob wir den Kindern den Aufstieg erleichtern sollen und den Rosshüttenexpress nehmen sollen. Aber angesichts des Preises für vier Personen und der Tatsache, dass die Kinder endlich mal richtig wandern wollen, lassen wir die Bergbahn zurück und nehmen einen schönen, steilen Weg durch den Wald, der anschließend auf die Forststraße führt. Es geht vorbei am Kaltwassersee, der als Speicher für die Beschneiungsanlage im Winter dient. Ein unvergleichliches Bergpanorama tut sich auf. Diese unglaubliche Schönheit der Natur begeistert auch die Kinder und die Bergliebe ist entfacht.

Auf der Rosshütte gibt es eine Stärkung und eine Pause auf dem Spielplatz. Die Wanderung zurück ins Tal ist ein tolles Erlebnis, wenn man sich gegen die gut befestigte Forststraße entscheidet. Die Forststraßen eignen sich dafür aber gut für Kinderwagen und zum Fahrradfahren. Unser Weg führt uns auf steinigen Wegen hinab, wir klettern über Wurzeln und andere Hindernisse. Es geht vorbei an einem kleinen Wasserfall und immer wieder ein atemberaubender Ausblick auf die hiesige Bergwelt. Nach zwei Stunden kommen wir endlich zu einem kleinen Fluss, in dem wir unsere heiß gelaufenen Füße abkühlen können. Es werden Dämme gebaut und die Natur genossen.  So erfrischt nehmen wir die letzten 40 Minuten Fußweg in Angriff und erreichen den Parkplatz bevor sich dunkle Wolken am Himmel zu einem Gewitter auftürmen. Erschöpft aber glücklich genießen wir den Abend in unserem Apartment bei Rotwein und Snacks.

Noch höher hinaus

Beflügelt durch das Wandererlebnis des Vortages wollen wir am nächsten Tag noch höher hinaus. Es soll zur Rotmoosalm, die auf 2000 Meter Höhe liegt, gehen. Wir fahren durch Leutasch und parken etwas weiter westlich. So einsam unsere Wanderung gestern startete, sollte es zu Beginn nicht bleiben. Zusammen mit unzähligen Wanderern liefen wir los. Allerdings ließen wir diese schnell hinter uns und da die meisten eine niedrigere Hütte zur Einkehr bevorzugten. Bald waren wir bald unterwegs. Dieses Mal war der Aufstieg etwas beschwerlicher und wir überlegten kurz umzukehren, aber alle hielten tapfer durch und wir wurden mit einer tollen Aussicht auf das Wettersteingebirge belohnt. Der Abstieg war dieses mal noch beschwerlicher, da wir uns auch hier gegen die Forststraße entschieden. Wir kletterten und hangelten uns über steinige Abhänge, durchquerten Kuhherden und sprangen über Rinnsäle. Nach dem fast 3-stündigen Abstieg merkten wir alle, was wir getan hatten. Auch wenn die Wege über die unbefestigten Wege beschwerlicher sind, sind sie doch empfehlenswerter, da man mehr zu sehen bekommt und es auch richtig Spaß macht.

Geisterklamm

Nach einigen wanderreichen Tagen, benötigen vor allem die Kinder mal eine kleine Auszeit und wir entscheiden uns für eine gemütliche Runde durch die Geisterklamm, die durch Deutschland und Österreich führt. Die wunderschöne Klamm durchläuft man auf angelegten Wegen, Treppen und einer Panoramabrücke, bis man schließlich am Wasserfall angelangt. Für dieses erfrischende Erlebnis muss man am dortigen Kiosk Eintritt bezahlen. Am besten entscheidet man für sich selbst, ob es sich lohnt, uns hat es sehr gut gefallen. Allerdings waren besonders zur Mittagszeit wieder sehr viele Urlauber unterwegs, so dass es auf den Wegen sehr eng wurde und man nicht mehr so entspannt die Aussicht genießen konnte. Zum Glück sind wir meist schon am frühen Vormittag unterwegs und hatten so genug Zeit die Klamm zu entdecken.

Die weiteren Tage verbrachten wir mit kleinen Wanderungen, Schwimmen und Minigolfspielen. Seefeld ist in jedem Fall eine Reise wert.

Highlight für Läufer

Als Hobbyläufer gab es noch ein kleines Highlight für uns in Leutasch. Dort findet jährlich der Ganghofertrail über die Halbmarathon-Distanz durch die Berge statt. Es finden dort ebenfalls Kinderläufe und Läufe über 8 km statt. Der ambitionierte Sportler in unserer Familie ließ es sich nicht nehmen, den Trail über 21,1 km zu laufen. Während ich schon damit rechnete, dass unser zukünftiger Finisher aufgrund mangelden Trainings einbrechen würde, absolvierte er seinen ersten Trail in einer überraschenden Zeit von 2 Stunden und 11 Minuten. Natürlich waren viele Läufer wesentlich schneller, aber diese trainieren vermutlich regelmäßig und sind Läufe durch die Berge gewohnt. Sollten wir nochmal zum Zeitpunkt des Trails in der Nähe sein, werden wir auf jeden Fall wieder dabei sein. Die Organisation war wirklich großartig und es herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre unter Sportlern und Zuschauern.

Nach unserer privaten Pasta-Party am Abend brechen wir am nächsten Tag  zu unserem nächsten Ziel im Kleinwalsertal auf.

Auf Wiedersehen, Seefeld!

 

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