Vom Kinderzimmer zum Jugendzimmer – Tapete, Farbe, Dreck und Chaos

Vom Kinderzimmer zum Jugendzimmer – Tapete, Farbe, Dreck und Chaos

Vom Kinderzimmer zum Jugendzimmer

Kinderzimmer

Der Zeitpunkt ist schon länger da, das Kinderzimmer ist kein Kinderzimmer mehr. Es soll ein Jugendzimmer werden. Angefangen, hat es damit, dass Barbies und Co das Kinderzimmer verlassen mussten. Auf dem Trödelmarkt in Benrath haben die ehemaligen Schätze hoffentlich ein gutes Zuhause gefunden (hier geht es zum Blogeintrag über den Trödelmarkt). Nur noch die Prinzessinnenbordüre an der Wand zeugt davon, dass hier mal ein kleines Mädchen wohnte, dass es liebte sich selber in eine solche Märchenfigur zu verwandeln. Ich war nie ein Fan von allzu kitschiger Kinderzimmerdekoration, deshalb haben wir schon damals versucht es so schlicht wie möglich zu halten. Der Kompromiss war deshalb eine neutrale blaue Tapete, mit einer Bordüre auf der sich Cinderella und Co. tummelten. Die Tage der Prinzessinnen sind also gezählt.
Lange haben wir es hinausgezögert, das Kinderzimmer in ein Jugendzimmer zu verwandeln. Das hatte allerdings keinen sentimentalen Grund, sondern war einfach der Bequemlichkeit geschuldet. Wenn es im Hause Glücksvogel heißt: „Wir renovieren mal kurz ein Zimmer neu“, bedeutet es für alle, dass eine anstrengende Zeit bevorsteht.

Es geht los

Möbelstücke und Krims Krams werden in der übrigen Wohnung verteilt, das ist übrigens das, was ich schlimmsten beim Renovieren finde, die ganze Wohnung gleicht einem Schlachtfeld. Mit Spachtel und Tapetenentferner ging es den Märchengestalten an den Kragen. Zu Beginn waren alle Familienmitglieder mit Feuereifer beteiligt, es wurde sich um jede Arbeit gerissen, jeder wollte den Spachtel, jeder wollte den Quast haben. Etwa eine halbe Stunde lang, dann verabschiedete sich zuerst der Jüngste. Das Tochterkind zog schnell nach. Übrig blieben nur noch die zwei Erwachsenen. Ich ließ mir Tipps meines fleißigen Handwerkermeisters geben und versuchte sie irgendwie zu befolgen, doch warum klappt es bei mir nie? So langsam erwischte ich mich dabei, wie ich hin und wieder in die Küche huschte, um wichtige Dinge zu erledigen, die Spülmaschine aus-und einräumen. Solche Aufgaben können eine Wohltat sein. Genug ausgeruht, ich konnte unseren Handwerkermeister nicht alleine lassen. Also stand ich wieder mit Tapeten ausrollen und einkleistern an seiner Seite. Hin und wieder verirrte sich eines der Kinder wieder an die Arbeit und kleckste etwas mit Kleister rum ( besonders schön, wenn das andere Kind in den Kleister tritt und es in sämtlichen unbeteiligten Räumen verteilt).
Die Tapete ist Dank meines Profihandwerkers schnell an der Wand. Als nächstes wird der Wand der Anstrich verpasst, also natürlich erst wenn zuvor in stundenlanger Arbeit alles abgeklebt und alles mit Folie abgedeckt ist. Also diese Folie, die so dünn ist und ständig verrutscht, dass sämtliche Farbkleckse unter der Folie landen und kein einziger darauf.
Endlich ist es dunkel und wir können loslegen. Wenn wir zu streichen beginnen ist es immer dunkel, macht ja auch mehr Spaß, wenn man am nächsten Tag erkennt, welche Stellen, man im Dunkeln übersehen hat, dieses mal waren es übrigens nur ganz wenige. Das Tochterkind hat sich für ein edles grau entschieden. Eifrig wird zu dritt gestrichen und ich habe Pause 😉.

Es ist vollbracht

Nun werden Pinsel, Farbroller und Quasten ausgewaschen, das Bad in ein noch größeres Schlachtfeld verwandelt. Morgen ist ja auch noch ein Tag!
Der nächste Tag steht vollkommen im Zeichen von Aufräumen, Umräumen, Wischen, Regale anbringen, Schrauben usw. Die Kinder sind schon genervt, denn der zweite Tag in Folge zu Hause rumhängen, hinterlässt Spuren. Die schlimmste Kombination ist, wenn die Eltern völlig k.o. sind und die Kids absolut nicht ausgelastet. Gute Laune ist diesem verregneten Sonntag nicht in Sicht. Das ganze hin-und her-geräume nimmt kein Ende und wo kommen auf einmal all diese Spielsachen her, hatten wir diese nicht erst vor kurzem verbannt? Wir brauchen dringend sinnvollen Stauraum.

Langsam lichtet sich das Chaos und das renovierte Jugendzimmer erscheint erstmals in seinem neuen Glanz. Die Arbeit hat sich gelohnt und alle sind sehr zufrieden mit dem neuen Ergebnis, besonders das Tochterkind und das ist das Wichtigste.

Jugendzimmer

Renoviert ihr gerne? Erzählt gerne eure Geschichten rund ums Tapezieren, Streichen & Co.

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