Vorbereitung auf den Halbmarathon – RheinEnergie Marathon

Vorbereitung auf den Halbmarathon – RheinEnergie Marathon

Vom Sportmuffel zum Läufer

Im Zuge meiner Neujahrs-Vorsätze habe ich mich überreden, nein besser ist überzeugen, lassen an meine körperlichen Grenzen zu kommen. Also so richtig, mit “Ich schaffe es nicht mehr” und ähnlichen Aussagen. Kurzum habe ich mich beim RheinEnergie Marathon für den Halbmarathon angemeldet. Ich bin grundsätzlich kein Typ, der Herausforderungen besonders liebt. Beim Laufen ist es etwas anderes. Etwas Besonderes. Vor ungefähr 5 Jahren habe ich mit dem Laufen begonnen. Zunächst sehr unregelmäßig und nur wenige 100 m Runden. Durch die Unregelmäßigkeit stellte sich auch erst keine Besserung in der Kondition ein, was ich zunächst als sehr frustrierend empfand. Ich habe mich regelrecht gequält. So habe ich erstmal wieder aufgehört. Ich konnte nicht nachvollziehen, was für viele am Laufen so toll war.

Nach einiger Zeit fing ich wieder an. Was der Grund war, weiß ich eigentlich gar nicht genau, aber ich wollte meine persönliche Hürde überwinden und endlich mal die 5 km – Marke knacken.  Zu dieser Zeit war ich weit ab von irgendwelchen Geschwindigkeiten, aber ich merkte schnell, dass wenn ich regelmäßig trainierte und auch mal an meine Grenzen kam, ich immer mehr an Distanz überwinden kann. Trotzdem war es erst eine Hass-Liebe, ich lief und war glücklich über meine Erfolge, dann kamen erste Erfahrungen, dass Körperteile durch das Laufen auch schmerzen konnte. Ich bekam Probleme mit dem Knie, grippale Infekte warfen mich aus dem Rhythmus und bald legte ich wieder eine lange Pause ein.

Danach fing ich quasi fast wieder von vorne an. Aber dieses Mal blieb ich dabei, das Laufen war gut für mich. Es tat mir gut. Auch wenn ich immer noch mit kleinen Wehwehchen kämpfte, ich machte weiter. Endlich war es soweit, ich knackte die 5 km und war einfach nur stolz. Danach war mir klar, dass ich auch weitere Strecken zurücklegen konnte. Allerdings sah dies in der Realität erstmal anders aus. Die 5 km Marke war in meinem Kopf eine Begrenzung. Ich hatte das Gefühl keine 100 m mehr laufen zu können, wenn ich die 5 km- Runde beendet hatte. Dann trickste ich meinen Kopf aus und lief einfach eine andere Strecke, wo ich keine Abkürzung nehmen konnte. Ich war gezwungen die 9 km durchzulaufen. Nach 5 km war ich total k.o. meine Beine taten weh, aber ich hatte keine andere Wahl entweder lief ich die Runde zu Ende oder ich spazierte sie zu Ende, da ich aber einfach nur nach Hause wollte, lief ich diese Runde zu Ende. Ja, mir tat tatsächlich alles weh und konnte mich kaum noch bewegen, aber ich hatte es geschafft und damit auch die Hürde in meinem Kopf überwunden.

Positive Auswirkungen auf das Befinden

Jetzt kam für mich eine Zeit, in der ich das Laufen als Auszeit vom Alltag nutzte. Ich merkte schnell, dass diese Bewegung unter einer stetigen Belastung eine positive Auswirkung auf meine Psyche hat. Meine leichte Depression verschwindet einfach. Hier habe ich bereits einen Artikel zu verfasst. Bei einem regelmäßigen Training merke ich eine stetige Besserung. Außerdem bin ich nicht mehr so anfällig für Infektionskrankheiten. Mir hilft die Bewegung an der frischen Luft meinen Alltag leichter zu bewältigen. Ich merke jetzt auch sehr schnell, dass wenn ich aus irgendwelchen Gründen einige Tage nicht laufen kann, sehr unausgeglichen werde. Meine depressive Stimmung nimmt wieder zu. Noch hindern mich extreme Wetterbedingungen, wie Hitze oder Schneefall am Training. Ich hoffe, dass ich nach diesem Jahr regelmäßigem Trainings bald wetterunabhängig bin.

Die Vorbereitungen

Mein Mann hat sich übrigens dazu entschlossen, gleich den kompletten Marathon zu laufen. Halbe Sachen waren noch nie so sein Ding. So haben wir uns zu Beginn des Jahres erstmals mit Trainingsplänen, Ausrüstung und Wettkampfbedingungen auseinandergesetzt. Zu diesem Zweck haben wir uns mit Lektüren eingedeckt. Eine gewisse Grundausstattung ist zwar vorhanden, allerdings scheinbar noch nicht alles. Ich werde während meiner Vorbereitungszeit verschiedenes Zubehör testen und hier auf dem Blog vorstellen, was tatsächlich sinnvoll ist. Aktuell erarbeite ich mir gerade meinen Trainingsplan. Ich versuche gezielt meine Geschwindigkeit auf kurzen Strecken zu erhöhen. Längere Strecken versuche ich zunächst ohne Geschwindigkeitskontrolle zu erhöhen. Das klingt für Laufprofis jetzt sicher erstmal sehr banal, aber mir erscheint es für persönlich erstmal sehr effizient. Da der Marathon erst im Oktober stattfindet, ist dies ja zunächst die Vorbereitung zur Vorbereitung.

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